Wie wird unsere Zukunft aussehen? Verschiedene Szenarien des Klimawandels

“Earth provides enough to satisfy every man’s needs, but not every man’s greed.”

Mahatma Gandhi

Herzlich Willkommen bei RENEWS – Deinem Klimaschutz & Nachhaltigkeit Blog. Schön, dass Du heute wieder für einen neuen Beitrag am Start bist! #renews


An diesem wunderbaren Montag, in der Mitte des Mai, kommen so langsam schon die ersten Sommergefühle auf. Auch wenn der Alltag durch die Maßnahmen rund um Corona noch etwas eingeschränkt ist und nicht so stattfindet wie die vergangenen Jahre, steht trotzdem eine tolle Zeit bevor. Sonne genießen, Frischluft atmen & dem eigenen Körper wichtigen Auslauf bescheren, geht nämlich trotzdem. Natürlich alles mit Abstand & der nötigen Rücksicht auf andere. Und wer weiß – Vielleicht wird der Sommer ja so toll wie bisher, auch trotz Corona. So heißt es jetzt einfach: Bräunen & baden gehen, aber mit Abstand! #sticktotherules


Was auf den ersten Blick erfreulich ist, hat auch seine Schattenseiten. Sonniges Wetter ist nämlich leider nur der Anfang einer langen Liste von Folgen, welche der Klimawandel weltweit auslöst. Auch dieses Jahr wurden bereits wieder Temperaturrekorde gebrochen. Dabei ist eines ganz klar: Genau so wird es weitergehen. Die Temperaturen werden weiter steigen, genauso wie der Meeresspiegel und die Anzahl an Menschen, welche versuchen vor genau diesen globalen Veränderungen zu fliehen. #globaltrouble


Anderes ist allerdings nicht annähernd so klar. Wie die Veränderungen genau aussehen werden, weiß man nämlich nicht. Die Erde mit ihren Klimazonen und globalen Meeresströmungen ist ein äußerst komplexes System, das der Mensch zwar seit langer Zeit erforscht, aber noch lange nicht begriffen hat. Als kleiner Teil des Systems das große Ganze zu verstehen ist eben eine enorm schwierige Aufgabe. Deshalb versuchen sich die besten Wissenschaftler der Welt daran, möglichst genaue Prognosen, über unsere Zukunft mit dem Klimawandel, zu erstellen. Mit ausgefeilten Modellen und aufwändigen Algorithmen versuchen Sie die Klimaveränderungen zu prognostizieren. Mit Hilfe unterschiedlicher Annahmen erstellen die Forscher verschiedene Szenarien und kommen so auf variierende Ergebnisse. #scienceforfuture


Wie diese Ergebnisse in den einzelnen Fällen aussehen, erfährst Du heute in: IPCC REPORTS – Wie wird unsere Zukunft aussehen? Verschiedene Szenarien des Klimawandels


IPCC REPORTS

Heute geht es weder um die wissenschaftlichen Beweise hinter dem Klimawandel, noch um die bereits beobachtbaren Klimaveränderungen. Auch nicht die Verantwortlichkeit der Menschen für den Klimawandel, durch ihren Treibhausgas-Ausstoß, steht im Mittelpunkt.

Besonders soll es heute um die potentiellen Auswirkungen für unsere Zukunft gehen. Natürlich ist es schwierig die Zukunft vorherzusagen, das ist klar, doch trotzdem lassen sich aufgrund der fundierten wissenschaftlichen Analysen des IPCC einige Vermutungen über ihre Entfaltung treffen.

Wie sehen die Folgen des Klimawandels unter verschiedenen Bedingungen aus? Was genau wird passieren wenn der Klimawandel einmal ‚Vollgas‘ gibt? Wie stark wird sich unser Klima verändern? Inwiefern sind wir in Europa davon betroffen? Diese Fragen und noch mehr versucht das IPCC zu beantworten. Doch alles zu seiner Zeit – Denn: Was ist das IPCC überhaupt?


IPCC – Intergovernmental Panel On Climate Change

Das IPCC ist das Intergovernmental Panel on Climate Change. Ein Gremium, welches ‚zwischen den Regierungen‘ operiert und als Aufgabe die Untersuchung des Klimawandels hat.


Jetzt aber mal auf offiziell: Das IPCC wurde 1988 als eine Behörde der UN gegründet. Als Zuständigkeit wurde die wissenschaftliche Beurteilung des Klimawandels definiert. Um das zu erreichen, werden regelmäßig wissenschaftliche Berichte veröffentlicht, welche die Auswirkungen, zukünftige Risiken und Möglichkeiten zur Anpassung und Beschränkung des Klimawandels behandeln. Die gewonnenen Informationen dienen dann dazu, Regierungen mit fundierten Fakten bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Alle 7-8 Jahre (2022 – 2014 – 2007) erscheint ein vollumfänglicher Report zur aktuellen Klimalage, welcher auf circa 50 Seiten alle aktuellen Fakten im sog. ‚Synthesis‘ Report vereint. Ein kleiner Teil im gesamten Report ist das ‚Summary for Policy Makers‚. Hier finden sich auf unter zehn Seiten die wichtigsten Ergebnisse & Handlungsempfehlungen für die weltweite Politik. Dieser Teil ist auch für jeden Bürger gut zu lesen und eine Empfehlung wert, für jeden den es nach ausführlichen Fakten verlangt. Um unsere Zukunft möglichst genau abbilden zu können, bedient sich das IPCC der Aufteilung in verschiedene Szenarien. In Abstufungen wird vom Optimalfall bis hin zum ‚Business-as-usual‘ Szenario alles beleuchtet. Insgesamt wirken in diesem Prozess am IPCC Forscher aus 195 Mitgliedsländern mit.


Was ist überhaupt Klima?

Bevor wir gleich in die betrachteten Szenarien genauer einsteigen, gilt es noch eine wichtige Grundlage zu definieren. Das Klima. Obwohl der Begriff so häufig genutzt wird, kennt kaum jemand die genaue Bedeutung. Besonders wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen Klima und Wetter. Doch eins nach dem anderen:

Unter Wetter versteht man den momentanen Zustand der Atmosphäre. Das Wetter spielt sich dabei auf einer kurzen Zeitskala von Stunden und Tagen bis hin zu Wochen ab. Es trägt neben anderen Prozessen, wie z.B. Ozeanströmungen, zum globalen Energieaustausch bei und wird von kurzfristigen Phänomenen wie Tiefdruckgebieten oder Niederschlägen bestimmt.


Das Klima wiederum beschreibt den Zustand der Atmosphäre über lange Zeiträume von Jahrzehnten bis zu Zeitaltern hinweg. Das Klima bildet quasi die ‚Statistik des Wetters‚ ab. Als Faustregel kann man von einem Zeitraum von 30 Jahren bei der Klimabetrachtung ausgehen. Das Klimasystem ist dabei in verschiedene Zonen aufgeteilt, welche untereinander Energie austauschen, um ein energetisches Gleichgewicht in den Subsystemen zu erzielen.


Während das Wetter in seiner Kurzfristigkeit von jedem persönlich erlebt werden kann, ist das Klima nur schwer greifbar. Lediglich über Statistik und Wissenschaft werden die Veränderungen hier spürbar.

(Quelle: Zentralanstalt für Meteorologie und GeodynamikMax-Planck-Institut für Meteorologie)


So ist das Klimasystem mit seinen Wechselwirkungen definiert. Quelle: Max-Planck-Institut für Meteorologie

Szenarien & Methodik

Jetzt aber rein ins eigentliche Thema. Heute werfen wir einen Blick auf drei verschiedene Szenarien, welche vom IPCC durchgerechnet wurden. Die Grundlage für die Berechnungen bilden sogenannte Representative Concentration Pathways (RCPs). Diese Szenarien der Konzentration, gemeint ist die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre, sind ein Standard für die wissenschaftliche Literatur und wurden nicht vom IPCC erfunden. Auf Basis der Treibhausgaskonzentration sowie des Strahlungsantriebs und weiterer sozio-ökonomischer Faktoren, berechnen Klimamodelle aus den Szenarien die zu erwartenden Klimaänderungen und weitere Effekte. Der betrachtete Zeitraum beläuft sich dabei bis zum Jahre 2100.


Wir betrachten heute das Szenario RCP 2.6 und RCP 8.5 aus dem Synthesis-Report von Ende 2014, welcher eine wichtige Grundlage für das Pariser Klimaschutzabkommen bildete, sowie das 1.5°C Szenario aus dem Ende 2019 erschienen Sonderbericht des IPCC.


RCP 2.6 beschreibt den aus Sicht von 2014 besten Fall der Entwicklungen, RCP 8.5 das sogenannte Business-as-usual Szenario. Der Sonderbericht 1,5°C wurde auf Anforderung der UN zur Nachsorge um das Pariser Klimaschutzabkommen angefertigt, da das IPCC damals dringlichst empfohlen hatte, die Erwärmung unter 1,5°C zu halten. Der Sonderbericht vergleicht dabei vor allem die Unterschiede zwischen 1,5°C und 2°C globaler Erwärmung. (Und ja: Dieses halbe Grad hat krasse Auswirkungen)


Ebenfalls ist es wichtig, die vom IPCC verwendete Sprache zu kennen. Um die Eintritts-Wahrscheinlichkeit bestimmter Ereignisse zu beschreiben, hat der IPCC sieben Kategorien eingeführt: virtuell sicher, sehr wahrscheinlich, wahrscheinlich, genauso wahrscheinlich wie nicht, unwahrscheinlich und sehr unwahrscheinlich . Diese Begriffe quantifizieren das Maß der Sicherheit, mit dem ein beschriebenes Ereignis eintreffen wird. Ebenfalls gibt es noch eine weiter Einstufung, welche die Verlässlichkeit der Angaben quantifiziert. Dabei wird in fünf verschieden starke Stufen des Vertrauens eingestuft: sehr niedrig, niedrig, mittel, hoch und sehr hoch.


Klimamodelle können nämlich nicht absolut sicher die Gegebenheiten der Zukunft berechnen, da die Zukunft aktuellen Veränderungen unterliegt und erst von uns allen gemeinsam geschaffen wird. So können die Vorhersagen lediglich nach mehr oder weniger wahrscheinlich eingeordnet werden. Im Folgenden findest Du die wichtigsten Ergebnisse der einzelnen Szenarien zusammengefasst.


RCP 2.6 – Paris agreement scenario: Best case

Starten wir mit dem Best-Case-Szenario aus dem fünften Synthesis Report. Das RCP 2.6 Szenario macht zuerst einige Annahmen, welche keine direkten Klimaänderungen sind. So wird zum Beispiel angenommen, dass die Weltbevölkerung bis 2100 auf 9 Milliarden Menschen ansteigt.

Der Energie-Mix wird nur noch einen sehr geringen Anteil an Öl aufweisen und bis zum Jahr 2080 sollen jegliche CO2 Emissionen in der Energieversorgung wegfallen. Die Erneuerbaren Energien werden also ihren erwünschten Durchbruch vollenden. #greenpower

Ebenfalls wird mit dem Einsatz von Carbon Capture and Storage (CO2-Abscheidung & Speicherung) gerechnet, was den gesamten Kohlenstoffdioxidgehalt in der Atmosphäre weiter senkt. Zudem wird der starke Zusammenhang zwischen dem Kohlenstoffkreislauf und dem Klimawandel betont. Durch die positive Rückkopplung wird sich die globale Erwärmung weiter verstärken.


Die Änderung der mittleren globalen Erdoberflächentemperatur für den Zeitraum 2016–2035 bezogen auf 1986–2005 ist für alle RCPs vergleichbar und wird wahrscheinlich im Bereich von 0,3 °C bis 0,7 °C liegen (mittleres Vertrauen).

Der Oberflächentemperatur-Anstieg (bis 2100) wird im RCP 2.6 die 2°C-Grenze nicht übersteigen (wahrscheinlich, mittleres Vertrauen).

Die Atlantische Meridiale Umwälzbewegung (‚Golfstrom‚ – AMOC) wird sich um 1-24% reduzieren. Dass der Golfstrom einen abrupten Abbruch erfährt gilt als unwahrscheinlich.

Die Fläche des oberflächennahen Permafrostes (obere 3,5 m) wird wahrscheinlich um 37 % in RCP2.6 abnehmen (mittleres Vertrauen).

In allen RCP Szenarien wird der Meeresspiegelanstieg die bisherige, mittlere Rate (1971-2010) von 2,0mm pro Jahr übersteigen (sehr wahrscheinlich).

Niedrig gelegene Gebiete werden aufgrund des Meeresspiegelsanstiegs zunehmend Überschwemmungen, Fluten und Erosion erfahren (sehr hohes Vertrauen).

Die Ozeanversauerung wird in RCP 2.6 um 15-17% zunehmen, mit einer leichten Verbesserung gegen Mitte des Jahrhunderts. Gleichzeitig nimmt der Sauerstoffgehalt im Meerwasser immer weiter ab.

Die globale Neuverteilung mariner Arten und der Biodiversitätsrückgang werden problematisch für die Aufrechterhaltung des produktiven Fischfangs (hohes Vertrauen).


Weitere Allgemeine Folgen des Klimawandels findest Du am Ende des nächsten Szenarios


RCP 8.5 – Paris agreement scenario: Business as usual

Für das RCP 8.5 wird von einem Bevölkerungswachstum auf 12 Milliarden Menschen bis 2100 ausgegangen. Der Primärenergieverbrauch verdreifacht sich dabei und wird zu über 50% aus Kohle gewonnen werden. Gleichbedeutend werden die CO2 Emissionen von 10 Gt/Jahr heute auf circa 30 Gt/Jahr gegen Ende des Jahrhunderts steigen.


Der Oberflächentemperatur-Anstieg (bis 2100) wird im RCP 8.5 die 2°C-Grenze überschreiten (wahrscheinlich, hohes Vertrauen).

Die Atlantische Meridiale Umwälzbewegung (‚Golfstrom‚ – AMOC) wird sich um 12-54% reduzieren. Dass der Golfstrom im 21. Jahrhundert einen abrupten Abbruch erfährt gilt als unwahrscheinlich.

Die Fläche des oberflächennahen Permafrostes (obere 3,5 m) wird wahrscheinlich um 81 % in RCP8.5 abnehmen (mittleres Vertrauen).

Die Niederschlagsmengen werden stark variieren. In den hohen Breiten und am Äquator nehmen die Niederschläge um 25% bzw. sogar 100% zu, während in den Subtropen als auch in Deutschland mit einem Rückgang der Niederschläge um 25% zu rechnen ist (wahrscheinlich).

Im 8.5 Szenario wird der Meeresspiegelanstieg auf 8 – 16mm pro Jahr ansteigen (mittleres Vertrauen).

Niedrig gelegene Gebiete werden aufgrund des Meeresspiegelsanstiegs zunehmend Überschwemmungen, Fluten und Erosion erfahren (sehr hohes Vertrauen).

Die Ozeanversauerung wird in RCP 8.5 um 100-109% explodieren. Gleichzeitig nimmt der Sauerstoffgehalt im Meerwasser drastisch weiter ab.

Ein nahezu eisfreier Arktischer Ozean im September für RCP8.5 vor der Jahrhundertmitte ist wahrscheinlich (mittleres Vertrauen) .

Die globale Neuverteilung mariner Arten und der Biodiversitätsrückgang werden problematisch für die Aufrechterhaltung des produktiven Fischfangs (hohes Vertrauen).


Weitere Gründe zu Besorgnis aufgrund des Klimawandels (nur für Klima-Insider geeignet):

  • Die Erwärmung wird unter allen RCP-Szenarien, ausgenommen RCP2.6, über 2100 hinaus andauern.
  • Einzigartige und bedrohte Systeme: Einige Ökosysteme und Kulturen sind schon jetzt durch den Klimawandel bedroht (hohes Vertrauen). Bei weiterer Erwärmung um ca. 1 °C steigt die Anzahl der einzigartigen und bedrohten Systeme, die von schwerwiegenden Folgen bedroht sind. Viele Systeme mit begrenzter Anpassungskapazität, insbesondere jene, die mit arktischem Meereis und Korallenriffen verbunden sind, sind bei einer zusätzlichen Erwärmung um 2 °C sehr hohen Risiken ausgesetzt.
  • Extremwetterereignisse: Durch den Klimawandel bedingte Risiken durch Extremereignisse wie Hitzewellen, Starkniederschläge und Küstenüberschwemmungen sind jetzt schon moderat (hohes Vertrauen). Bei weiterer Erwärmung um 1 °C wären die Risiken hoch (mittleres Vertrauen). Mit bestimmten Arten von Extremereignissen (z. B. extremer Hitze) verbundene Risiken steigen zunehmend mit weiterer Erwärmung (hohes Vertrauen).
  • Für urbane Gebiete werden aufgrund des Klimawandels erhöhte Risiken für Menschen, Vermögenswerte, Ökonomien und Ökosysteme projiziert, darunter Risiken durch Hitzestress, Stürme und Extremniederschläge, Überschwemmungen im Binnenland und an den Küsten, Erdrutsche, Luftverschmutzung, Dürren, Wasserknappheit, Meeresspiegelanstieg und Sturmfluten (sehr hohes Vertrauen).
  • Für ländliche Regionen werden erhebliche Folgen für die Wasserverfügbarkeit und -versorgung, Ernährungssicherheit, Infrastruktur und landwirtschaftliche Einkommen erwartet, einschließlich weltweiter Verschiebungen der Anbaugebiete für Nahrungs- und Nutzpflanzen (hohes Vertrauen).

Die (etwas schwer zu lesende, aber trotzdem lohnenswerte) Tabelle unten, zeigt zudem die Unterschiede von RCP 2.6 zu RCP 8.5 gegenübergestellt. Schau einfach in die Bildunterschrift, dort findest Du eine gute Anleitung zur Interpretation.


Risikograde sind bewertet als sehr gering, gering, mittel, hoch oder sehr hoch für drei zeitliche Rahmen: gegenwärtig, kurzfristig (hier: für 2030–2040) und langfristig (hier: für 2080–2100). Kurzfristig unterscheiden sich die projizierten Anstiege der mittleren globalen Temperatur in den verschiedenen Emissionsszenarien nicht wesentlich. Langfristig sind die Risikograde für zwei mögliche Zukunftsszenarien dargestellt (Anstieg der mittleren globalen Temperatur um 2 °C und 4 °C über das vorindustrielle Niveau). Für jeden Zeitrahmen sind die Risikograde für die Fortführung der gegenwärtigen Anpassungsmaßnahmen sowie unter Annahme eines hohen Niveaus von derzeitiger bzw. zukünftiger Anpassung angegeben. Risikograde sind nicht notwendigerweise vergleichbar, insbesondere nicht über Regionen hinweg. (Quelle: IPCC AR5 Sythesis Report)

Empfehlung: 1.5°C Szenario – Sonderbericht

Zum Abschluss noch eine kurze Zusammenfassung des aktuellsten Sonderberichts über 1,5°C globale Erwärmung. Wie schon erwähnt war hierfür die Pariser Klimaschutzkonferenz Anlass, da zwar die Empfehlung für eine Begrenzung unter 1,5°C ausgesprochen wurde, die nötigen wissenschaftlichen Grundlagen aber fehlten.


Die wichtigsten Botschaften (aus Sicht des deutschen Umweltbundesamtes) findest Du hier:

  • Die globalen Risiken für das Klimasystem , Natur und Mensch sind bereits bei 1,5°C globaler Erwärmung höher als bisher angenommen. Beispielsweise würden die Korallenriffe bereits bei einer Erwärmung von 1,5°C um 70-90 % zurückgehen. Ihr Verlust führt u. a. zum Zusammenbruch von Fischbeständen  und gefährdet damit die Lebensgrundlagen von Menschen, die unmittelbar von der Fischerei abhängig sind.
  • Um die Erderwärmung auf maximal 1,5°C zu begrenzen,  ist eine radikale Reduktion der Treibhausgasemissionen weltweit insbesondere bis 2030 erforderlich.
  • Die bestehenden Klimaschutzzusagen unter dem Übereinkommen von Paris (NDC´s) sind dafür nicht ausreichend.
  • Zusätzlich zur radikalen Reduktion der Treibhausgasemissionen ist der Entzug von CO2 aus der Atmosphäre (Carbon Dioxide Removal; CDR) notwendig.
  • Eine Überschreitung der Erwärmung um mehr als 1,5°C und die Abhängigkeit von CO2-Entzug aus der Atmosphäre im großen Maßstab können nur vermieden werden, wenn die globalen CO2-Emissionen deutlich vor 2030 zu sinken beginnen.

(entommen aus der Zusammenfassung des UBA zum Thema ‚Sonderbericht des Weltklimarates über 1,5°C globale Erwärmung‚ – 11.05.2020)


Am Ende angekommen! Wow – Was ne Menge an Infos. Was sollst Du davon nun mitnehmen?

Ganz klar: Egal welchen Weg wir wählen & welches Szenario real wird, die Folgen des Klimawandels sind unausweichlich und betreffen uns alle. Die Menschheit muss neue Wege und Alternativen nutzen, um diese enorm schwierige, globale Herausforderung zu bewältigen.


Auch ganz klar: Je mehr Wir das Klima jetzt schützen, desto weniger schlimm werden die späteren Auswirkungen sein. Lieber gar nicht erst so viel Schaden verursachen und den Klimawandel einschränken, solange das noch so einfach möglich ist! Je mehr wir uns jetzt schon anpassen, desto höher die Chance, dass auch in Zukunft unser Planet noch so traumhaft schön bleibt, wie heute.


Also: Überlege Dir wie auch Du aktiv am Klimaschutz teilnehmen kannst. Weniger Auto, mehr Fahrrad? Weniger Flugreisen, mehr Heimaturlaub? Weniger tierisch, mehr pflanzlich? Weniger Plastik, mehr regional? Weniger Konsum, mehr Glück?


Ganz egal wie – Hauptsache Du versuchst Deinen Beitrag zu leisten. Jeder so viel und so gut er kann. Durch viele kleine Veränderungen entsteht großer Wandel. So erschaffen wir gemeinsam eine lebenswerte & nachhaltige Gegenwart, die uns in eine nicht weniger schöne Zukunft führt!


In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal!

Stay safe & flatten the curve (even more)! Bleib gesund! #renews #against #covid

Peace out & bis nächste Woche.

Yannis von RENEWS

#sustainability #cyclical #economy #renews


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ZUM WEITERLESEN:

TOP VIDEO – Warum Interessiert sich niemand für den Klimawandel? (EN): https://www.youtube.com/watch?v=7T6GaDht6do

VIDEO: How long do we have? Why the IPCC Report is so scary (EN):

Wie soll unsere globale Entwicklung weitergehen? Die sustainable Development Goals der UN:

https://www.undp.org/content/undp/en/home/sustainable-development-goals.html


Hauptquelle: IPCC, 2018: Summary for Policymakers. In:Global Warming of 1.5°C. An IPCC Special Report on the impacts of global warming of 1.5°C above pre-industrial levels and related global greenhouse gas emission pathways, in the context of strengthening the global response to the threat of climate change, sustainable development, and efforts to eradicate poverty [Masson-Delmotte, V., P. Zhai, H.-O. Pörtner, D. Roberts, J. Skea, P.R. Shukla, A. Pirani, W. Moufouma-Okia, C. Péan, R. Pidcock, S. Connors, J.B.R. Matthews, Y. Chen, X. Zhou, M.I. Gomis, E. Lonnoy, T. Maycock, M. Tignor, and T. Waterfield (eds.)].World Meteorological Organization, Geneva, Switzerland, 32 pp. https://www.ipcc.ch/sr15/chapter/spm/ (03.05.2020)


Quelle 2: IPCC, 2014: Climate Change 2014: Synthesis Report. Contribution of Working Groups I, II and III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [Core Writing Team, R.K. Pachauri and L.A. Meyer (eds.)]. IPCC, Geneva, Switzerland, 151 pp.

https://www.ipcc.ch/report/ar5/syr/ (03.05.2020)


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